Doula - deine Begleitung rund um die Geburt 

 

Was ist eine Doula?

Das Wort "Doula" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "dienen". Doulas bieten nicht-medizinische und emotionale Begleitung und Dienste an. Sie sorgen für eine angenehme Atmosphäre und unterstützen die Frau und den Partner durch ihr Wissen und ihr Da-Sein. Für medizinische Belange ist die Hebamme zuständig. Es stellt sich nie die Frage "Doula oder Hebamme", sondern es heißt immer "Doula & Hebamme". 

 

“eine gute geburt rückt die BEdürfnisse von Mutter & Kind ins Zentrum.”— Ina May Gaskin

 

Warum eine Doula? 

Es gibt viele Gründe eine Doula als Begleitung zu haben.

gekürzt, Original von Stephanie Johne (warriorwoman) und Debra Pascali. 

 

1. "Das Krankenhaus, mein Arzt und die Hebamme sind für mich da!" 

Zurzeit sind Hebammen im Krankenhaus für 2-4 Patienten zur selben Zeit verantwortlich. 

Dabei ist es ihre Aufgabe Protokoll zu führen und den Geburtsverlauf zu dokumentieren. Es ist aus kostentechnischen Gründen für die Spitäler leider noch nicht möglich, eine Hebamme jeder Gebärenden zuzuweisen, noch können die Aufgabe des "Da-Seins" die Krankenschwestern übernehmen. Nicht weil sie das nicht wollen, sondern es fehlen die Kapazitäten.

Die Ausnahme bilden Wahlhebammen, die nicht von der Krankenkasse bezahlt werden. (Info hier)

Für emotionalen Support fehlt schlichtweg die Zeit und das Geld.

Dabei ist emotionaler Support enorm wichtig für den Geburtsverlauf.  

 

Die Kraft, ein Kind auf die Welt zu bringen unterliegt nicht körperlicher Stärke, sondern mentaler! Studien haben gezeigt, dass die Anwesenheit des medizinischen Personals alles in allem 21% von der gesamten Geburt ausmacht.

Bereiten dich für die anderen 79% vor!

  

  

2. "Mein Partner ist toll und unterstützt mich, wo er nur kann." 

Partner haben ihre eigenen Ängste und Bedürfnisse, auch diese haben durch die Anwesenheit einer Doula Raum und bekommen Gehör. Doulas schaffen Ruhe auf beiden Seiten. Sie haben eine "Schatzkiste" an Entspannungstechniken und können durch ausführliche Vorgespräche Ängste nehmen. 

 

Die Gate Control Theorie besagt, dass wir weniger Schmerz empfinden, je mehr positiven Zuspruch wir erhalten. Eine Doula kann ihren Partner darin unterrichten. Durch körperliche Berührung, Akupressur und diverse Positionen, wird der Gebärenden möglichst viel Komfort geboten. Die Zusammenarbeit mit einer Doula während der Geburt nimmt "Erfolgsdruck" und Stress aus der Situation. Das stärkt die Bindung zwischen dir und deinem Partner und euch als Familie. 

 

  

3. "Ich bin auch so schon zuversichtlich" (..sehr gut, das solltest du auch sein.

Ängste. Wir alle haben sie. Viele Ängste tauchen erst im Laufe der Schwangerschaft auf. Doulas sind dazu ausgebildet, diese diese Ängste anzusprechen und mit dir freizulassen. Angst produziert Adrenalin, ein Hormon, das in der ersten Phase die Geburt verlangsamen kann und sie sogar zum Stillstand bringen kann. Das hat zur Folge, dass die Geburt unnötigerweise anstrengender und schmerzhafter wird. 

Eine Doula kann helfen, eine hormonelle Kaskade auszulösen, die als "female stress response" / die weibliche Stressreaktion bekannt ist - "tend and befriend" - wie wenn Frauen zusammen leben und ihre Menstruationszyklen sich aufeinander einstellen. Diese Art aufeinander zu reagieren ist einzigartig und nur zwischen Frauen möglich. Selbst die liebevollsten Männer werden unsere Zyklen nicht verändern können und ihre bloße Anwesenheit wird nicht dazu beitragen, dass wir uns beruhigen und Stress so abbauen, indem wir uns dem Fluss von Oxytocin hingeben, so wie es Frauen für gewöhnlich tun. 

 

 

4. "Niemand bietet mir medizinische Interventionen an, wenn sie nicht nötig sind" 

Die Forschung zeigt, dass die Anwesenheit einer Doula die Geburt verkürzt, das Risiko für einen Kaiserschnitt senkt und auch andere Interventionen unnötig macht. Die Zufriedenheit erhöht sich und führt zu besseren Erfolgen beim Stillen. Weniger Interventionen bedeutet auch, dass dein Baby später weniger Nachsorge in Anspruch nehmen muss. 

Die Ergebnisse der Forschung und die Empfehlung der WHO findest du hier. 

 

Die WHO empfiehlt die Begleitung von Geburten durch Doulas:   

„Politische Entscheidungsträger und Administratoren sollten erkennen, dass die besten geburtshilflichen Ergebnisse erreicht werden, wenn kontinuierliche emotionale Begleitung von nicht dem Spital zugehörigen Personen geleistet wird, sondern speziell von Doulas. Das ist besonders dort wichtig, wo Politiker den Wunsch haben, die hohe Kaiserschnittrate ihrer Spitäler oder Ihres Landes zu senken.“


 

5. "Geburt ist zu ertragen - angenehm ist es nie!" 

Eine Doula kann dir nicht versprechen, dass die Geburt ein Spaziergang wird - doch mit eine Doula verkürzt sich meist die Eröffnungsphase und das ermöglicht dir eine positivere Erfahrung. Doulas kennen viele Möglichkeiten ein angenehmes Ambiente zu schaffen und Komfort zu bieten. 

Es ist nicht egal, wie wir geboren werden – und auch nicht, wie wir gebären